Ach Mutti, stillen is wat für Babys….

….und genau das hat Hanna sich wohl nun gedacht…..

Für mich war von Anfang an klar, dass ich stillen möchte. Wenn es denn klappt….und wat soll ich sagen, et hat geklappt 🙂

Aber mal von vorne….

Ich habe mir das Anlegen wesentlich leichter vorgestellt….Kind in die Wiegehaltung an die Brust und zack, es wird getrunken….so leicht ist es allerdings nicht, wie ich seeeehr schnell feststellen musste. Im Krankenhaus kam direkt eine Hebamme, die mir beim ersten anlegen (nach dem Bonding) helfen wollte/sollte. Und auch nach zig Versuchen hat es einfach nicht geklappt….die Konsequenz war dann abpumpen! :-/ Also wurde diese riesen Pumpe in mein Zimmer gefahren und ich habe das Kolostrum für Hanna abgepumpt und ihr mit einer kleinen Spritze verabreicht. Es waren wirklich nur wenige Tropfen und ich war schon etwas frustriert, dass es nicht gleich geklappt hat. 🙁 An diese Milchpumpen habe ich mich übrigens nie gewöhnt, da fühlt man sich wie eine Kuh…..

Als wir zu Hause waren, habe ich mir alle 2-4 Stunden den Wecker gestellt, um Hanna zu stillen. Selber hat sie sich die ersten Tage gar nicht gemeldet aber sie hat leider weiter an Gewicht verloren. Die Faustformel besagt, dass nach 14 Tagen, das Geburtsgewicht wieder erreicht werden soll….davon waren wir leider noch weit entfernt :-/

Ich bin froh und dankbar, dass wir in dieser Zeit die Unterstützung von unserer Hebamme hatten. Täglich wurde das Gewicht kontrolliert und auch obwohl Hanna die ersten Tage nicht zugenommen hat, hat sie uns nicht gleich zum zufüttern gedrängt. Sie ist sehr auf uns eingegangen und wir haben fast täglich gemeinsam neu entschieden wie wir weiter machen.

Nach ein paar Tagen hat das stillen immer besser geklappt und es war ein große Erleichterung, als auch das Gewicht langsam aber stetig nach oben ging.

Ich war unglaublich froh, dass wir uns so entschieden haben und nicht zugefüttert haben, denn ob das dann mit dem stillen noch so geklappt hätte, weiß man ja gar nicht.

Andere Hebammen hätten uns vermutlich dazu geraten zuzufüttern und ich denke mal, dass das häufig dazu führt, dass Frauen zu früh aufgeben und auf anraten der Hebamme oder aus Unsicherheit zusätzlich die Flasche geben. Was natürlich auch ok ist, denn jeder muss individuell entscheiden was für sich und sein Baby das richtige ist!

Vor allem in den ersten Tagen ist es wichtig immer wieder anzulegen. Ich hatte nach, ich glaube, 2 Tagen den Milcheinschuss und es war einfach ein wunderbares Gefühl zu wissen, dass die kleine Maus nun auch richtig satt wird und alle Nährstoffe erhält die sie braucht. 🙂

Tja…so waren also unseren ersten Tage und Wochen….und nun??…..Nun ist alles vorbei! 🙁

Die Einführung der Beikost im 5. Monat hat super geklappt und wir konnten schnell die erste Mahlzeit ersetzen und so ging dann auch alles Weitere sehr fix. Bis wir die letzten 2 Wochen nur noch Nachts gestillt haben. Joa und seit letzten Freitag hat die Maus sich quasi abgestillt. Die Mahlzeiten, die sie über den Tag verteilt bekommt, reichen ihr für die Nacht aus und sie schläft 11-13 Stunden.

Ich habe mir anfangs nie überlegt, wie lange ich stillen werde. Es war lediglich klar, dass ich die ersten sechs Monate voll stille. Wie schnell die Breieinführung dann voran geht, da habe ich mir nie Gedanken drüber gemacht….für mich ist es ein komisches Gefühl, das sie das stillen jetzt nicht mehr braucht. Ich habe auch Rücksprache mit meiner Hebamme gehalten, denn Hanna ist doch noch ein Säugling und ein SÄUGling ohne Brust oder Flasche geht das überhaupt? Die Antwort ist ja, es kann durchaus passieren, dass sie nichts mehr dergleichen verlangen. Nicht oft aber aber ist möglich und auch gar nicht tragisch. Hanna gehört zu genau dieser Fraktion.

Es ist natürlich wichtig, dass sie auch weiterhin ihre Milchmahlzeiten erhält….doch anstatt über Flasche oder Brust, bekommt Hanna diesen in Breiform und da fährt sie total drauf ab 😀

Auch die sonstige Flüssigkeitszufuhr muss natürlich jetzt gegeben sein und da tut sie sich noch etwas schwer aber wir bieten ihr immer wieder was an und sie trinkt jeden Tag ein paar ml mehr 🙂

JA und ich?? Ich habe mir gestern Abend mal wieder ein Weinchen vor dem Fernseher gegönnt und tadaaaa…..ich habe heute KEINEN Kater….wäre ja nicht ganz überraschend, nach anderthalb Jahren ohne einen Schluck Alkohol 😀

Ein schönes Wochenende!! 🙂

 

 

 

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